Irrtümer rund ums Altglas

Geschrieben von .Redaktion.

altglasBild: KI generiertVerbreitete Mythen verhindern mehr Recycling
Noch immer landen zu viele Einweg-Glasverpackungen im Müll. Das zeigt die aktuelle Altglas-Recyclingquote für 2024, die die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) und das Umweltbundesamt (UBA) Ende Januar 2026 veröffentlicht haben. Demnach wurden 82,9 Prozent der Glasverpackungen in Deutschland wiederverwertet, gesetzlich vorgeschrieben ist eine Quote von 90 Prozent. „Glasrecycling ist sehr sinnvoll, denn gegenüber der Neuproduktion spart der Einsatz von Altglas erhebliche Mengen an Energie und Rohstoffen. Alle können ganz leicht mitmachen und leere Behältnisse zum Container bringen“, erklärt Philip Heldt, Experte für Umwelt und Ressourcenschutz der Verbraucherzentrale NRW. Folgende gängige Irrtümer ranken sich ums Sortieren und Abgeben von Einwegglas:
Irrtum 1: Glas ist Glas – und alles darf in den Container
Das stimmt nicht! Das Glas für Vasen, Fensterscheiben, Trinkgläser oder Auflaufformen hat eine andere Zusammensetzung als das Glas, aus dem Getränkeflaschen und Konservengläser gefertigt werden. Die anderen Glasarten stören den Recyclingprozess und müssen daher in Anlagen, die Verpackungsglas verarbeiten, mühsam heraussortiert werden. Das gilt auch für Keramik- oder Porzellanscherben. Kaputte Gegenstände aus Glas, Keramik und Porzellan gehören in den Restmüll.
Irrtum 2: Das Trennen nach Farben ist überflüssig
Ein verbreiteter Irrtum! Das in verschiedene Container nach Farben sortierte Glas wird keinesfalls im Abholfahrzeug wieder zusammengeworfen, sondern die Fahrzeuge verfügen über mehrere Kammern, um die verschiedenen Glasfarben voneinander getrennt zu halten. Das ist insbesondere für die Neuproduktion von durchsichtigem Glas (Klarglas) wichtig. Dafür ist eine hohe Farbreinheit 99,7 Prozent bei einem Altglasanteil von 50 Prozent) erforderlich. Schon wenige grüne, blaue oder braune Scherben können Weißglas verfärben. Sollte der Farbton der zu entsorgenden Behältnisse nicht gut zu erkennen sein, gilt die einfache Regel: bei Grünglas einwerfen. Denn grünes Glas verträgt im Recyclingprozess am ehesten beigemischte Farben.
Irrtum 3: Die Glasbehältnisse müssen gründlich gespült sein
Stimmt nicht. Gründliches Spülen würde nur unnötig Wasser und Energie verbrauchen. Die Scherben werden im Recyclingprozess ohnehin gereinigt. Allerdings müssen Flaschen und Glasverpackungen entleert und „löffelrein“ sein, bevor sie in den Altglascontainer kommen. Verbliebene kleine Flüssigkeitsmengen können mit Küchenkrepp oder Zeitungspapier aufgenommen und in den Restmüll gegeben werden, größere Mengen entsorgt man am besten in verschließbaren Behältnissen. Flüssige Lebensmittelreste wie Säfte, Suppen oder Soßen in den Ausguss oder die Toilette zu kippen, ist keine gute Idee: Sie können für Verstopfungen sorgen und Ungeziefer anlocken.
Irrtum 4: Korken und Metallverschlüsse müssen unbedingt ab
Stimmt nicht ganz und ist im Alltag auch oft nicht praktikabel. Grundsätzlich sollten Metall- und Kunststoffdeckel zwar tatsächlich im gelben Sack entsorgt werden, der für Leichtverpackungen vorgesehen ist. Bleiben die Verschlüsse jedoch dran, um etwa ein Auslaufen beim Transport oder Geruchsbildung bei der Lagerung der leeren Behältnisse zu verhindern, ist das nicht weiter problematisch. In den Recyclinganlagen können sie leicht heraussortiert werden. Naturkorken aus Weinflaschen sind sogar eine wertvolle Rohstoffquelle und können zum Beispiel zu ökologischen Dämmplatten verarbeitet werden. Wer den Naturschutz unterstützen möchte, bringt die Korken zu speziellen Sammelboxen, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Naturschutzbund (Nabu) aufgestellt haben – etwa an Wertstoffhöfen sowie in Rathäusern, Weinhandlungen oder Büchereien. Den Erlös aus der Korksammlung verwenden die Organisationen für ihre Projekte.
Weiterführende Informationen:
www.verbraucherzentrale.nrw/muelltrennung

Anmeldephase für Aktionstag „Sauberes Haltern am See“ ist gestartet

Geschrieben von .Redaktion.

muellsammelnBild: K.Buettner / KI ChatgptBürgermeister Andreas Stegemann ruft erneut alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Gruppen, Schulen und Kindergärten dazu auf, sich aktiv für ein sauberes Stadtbild einzusetzen. Am Samstag, 21. März 2026, findet der 22. Aktionstag „Sauberes Haltern am See“ statt. Ab sofort können Anmeldungen eingereicht werden.
Der offizielle Beginn des Aktionstages ist um 9 Uhr. Die Ausgabe von Handschuhen, Müllzangen, Müllsäcken und weiterem Equipment erfolgt bereits ab 8 Uhr am Baubetriebshof an der Annabergstraße 55. Von dort aus wird auch die Abfuhr des gesammelten Mülls organisiert. Teilnehmende werden gebeten, für die Aktion stabiles Schuhwerk mitzubringen. Als Dankeschön für den Einsatz sind alle Helferinnen und Helfer im Anschluss wieder zu einer Helferparty auf dem Betriebshofgelände eingeladen. Ab 14 Uhr ist für das leibliche Wohl gesorgt.
Die Anmeldung für den Aktionstag erfolgt über das Beteiligungsportal der Stadt Haltern am See. Über den Link www.haltern.de/besentag geht es direkt zum Anmeldeformular. Die voraussichtliche Gruppengröße und das geplante Sammelgebiet sollten angegeben werden. Dafür sind entsprechende Felder eingerichtet. 

So erkennt man Fallstricke beim Social-Media-Shopping

Geschrieben von .Redaktion.

Einkaufsfreude im digitalen ZeitalterBild: KI Chatgpt / K.BüttnerVerbraucherzentrale NRW gibt Tipps für bewusstes Einkaufen

Gucken und kaufen: Viele Social-Media-Nutzer shoppen gerne in ihren Kanälen. Ob Instagram, Tik-Tok oder Facebook – laut einer aktuellen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom nutzen unter den 16- bis 29-Jährigen 48 Prozent ihre Social-Media-Kanäle zum Online-Einkauf, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 36 Prozent. Bezogen auf alle deutschen Internetnutzer:innen sind es 29 Prozent. „Das ist durchaus problematisch“, sagt Iwona Husemann, Juristin bei der Verbraucherzentrale NRW. „Denn häufig verleiten die Designs zu unnötigen Impulskäufen, die Herkunft der Waren ist teilweise schwer nachzuvollziehen und die Apps sammeln jede Menge Daten.“ Die Verbraucherzentrale NRW erklärt die Fallstricke beim Social-Media-Shopping.
Dem ersten Kauf-Impuls widerstehen
Viele Apps setzen gezielt auf Impulskäufe. Schnell ist der „Kaufen“-Button geklickt. Aber braucht man den angepriesenen Pulli oder die stylischen Sneaker wirklich? Und wenn ja, ist diese Variante tatsächlich die beste? Vielleicht gibt es Alternativen, die günstiger oder besser sind. Auch ein Vergleich im stationären Handel kann hilfreich sein. Nicht beeindrucken lassen sollte man sich von manipulativen Designs während des Bestellens, sogenannten „Dark Patterns“. Dabei wird durch Einblendungen Druck ausgeübt, etwa durch einen Countdown beim Bestellvorgang oder durch Angaben, wie viele Personen einen Artikel ebenfalls im Warenkorb haben.
Bei Influencer:innen skeptisch sein
Influencer:innen werden häufig von Herstellern für ihre Produktwerbung bezahlt oder verdienen an eigenen Produkten. Das ist laut der aktuellen Bitkom-Umfrage auch vielen aus der Zielgruppe bewusst. Insgesamt 21 Prozent gaben an, es sympathisch zu finden, wenn Unternehmen mit Influencer:innen werben. Bei den 16- bis 29-Jährigen finden 33 Prozent diese Form der Werbung zwar sympathisch, knapp 43 Prozent dieser Altersgruppe befürworten aber offenbar eine klarere Kennzeichnung, 90 Prozent aller Befragten setzen mehr auf klassische Produkttests.
Eigene Daten schützen
Bei Online-Käufen ist es ratsam, mit den eigenen Daten sparsam umzugehen. Käufer sollten darauf achten, welche persönlichen Informationen sie beim Kauf angeben und sichere Zahlungsmethoden verwenden. Werbeansprachen nach einer Bestellung kann man eindämmen, indem man in der App oder in den Einstellungen des Smartphones bzw. des Browsers Push-Benachrichtigungen ausschaltet und sich vom E-Mail-Newsletter abmeldet. Vor allem Temu macht keinen Hehl daraus, an personenbezogenen Daten interessiert zu sein und diese auch für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Wer die Plattform datensparsam nutzen möchte, sollte darauf achten, dass zum Beispiel das Standorttracking in den Einstellungen des Smartphones bzw. der App deaktiviert ist. Auch die Möglichkeit, das Tracking in den Einstellungen des Smartphones auszuschalten oder der Einsatz von Werbeblockern können helfen, die Flut an Werbung zu reduzieren.
Rechte beim Widerruf
Wenn die online bestellten Produkte nicht passen, nicht gefallen oder nicht den Erwartungen entsprechen, können Verbraucher:innen das Recht auf Widerruf nutzen. Dies ist grundsätzlich formlos möglich. Viele Shops bieten hierfür ein Online-Formular an. Das Gesetz sieht für fast alle online bestellten Waren vor, dass Kunden ab dem Tag, an dem man die Ware erhalten hat, 14 Tage Zeit für einen Widerruf haben. Der Online-Shop ist verpflichtet, Informationen zur Rücksendung zu schicken und nach Erhalt der Ware zeitnah den Kaufbetrag zu erstatten. Wenn das nicht klappt, hilft der Musterbrief der Verbraucherzentrale NRW, den man ausgedruckt und ausgefüllt beim Rückversand dem Paket beilegen und zusätzlich per E-Mail an den Online-Shop schicken kann.
An Umweltfolgen denken
Beim Online-Shopping werden viele Waren zurückgeschickt. Offizielle Statistiken zur Zahl der Retouren gibt es nicht, aber schätzungsweise ist es bei im Internet bestellten Paketen jedes vierte. Bei Bekleidung geht vermutlich sogar jedes zweite Paket an den Händler zurück. Für 2025 geht die Forschung insgesamt von etwa 550 Millionen Rücksendungen in Deutschland aus. Das verursacht mehrere hundert Tonnen CO2. Zurückgeschickte Neuware wird zudem teilweise nicht wieder angeboten, sondern entsorgt.
Weiterführende Informationen:

Wussten Sie schon ...

Geschrieben von .Redaktion.

…, dass Nahrungsergänzungsmittel Medikamente beeinflussen können?

medikamentemedikamente/ © VZ NRW/adpic Viele Menschen nehmen neben ärztlich verordneten Arzneimitteln freiverkäufliche Vitamine, Mineralstoffe oder pflanzliche Präparate ein. Häufig bleibt diese Einnahme in der Arztpraxis unerwähnt, obwohl Wechselwirkungen die Wirkung der Medikamente abschwächen oder verstärken können. Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel beeinflussen Laborwerte und können zu falschen Diagnosen führen. Besonders Biotin kann Bluttests verfälschen. Pflanzliche Inhaltsstoffe bergen ebenfalls Risiken und können im schlimmsten Fall den Behandlungserfolg gefährden. Auch Vitamine und Mineralstoffe sind nicht immer harmlos, wenn sie hoch dosiert eingenommen werden. Kritisch wird es vor allem bei chronischen Erkrankungen oder einer dauerhaften Therapie. „Da Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine und pflanzliche Wirkstoffe relevante Effekte auf Medikamente und Untersuchungen haben können, sollte jede Einnahme beim Arztgespräch aktiv erwähnt werden“, empfiehlt Angela Clausen, Teamleiterin Lebensmittel im Gesundheitsmarkt bei der Verbraucherzentrale NRW, auch wenn Ärzt:innen eigentlich von sich aus nachfragen sollten. „Die Kombination aus Arzneien und Nahrungsergänzungsmitteln sollte immer ärztlich überprüft werden. Nur so lassen sich unnötige Risiken vermeiden.“ Um die Übersicht zu behalten, bietet die Verbraucherzentrale das Formular „Persönliche Gesundheitsapotheke“ an, das in die elektronische Patientenakte hochgeladen werden kann.

Neuer Akkordeonspielkreis sucht Unterstützung

Geschrieben von .Redaktion.

accordion 362722 640Bild von Holger Schué auf PixabayDie Städtische Musikschule Haltern am See sucht noch erwachsene Interessenten für einen neu zu gründenden Akkordeonspielkreis. Wer früher bereits Akkordeon gespielt hat, seine Kenntnisse wieder Auffrischen möchte und zudem Freude hat, in einer größeren Gruppe zu musizieren, ist hier genau richtig.

Die Proben finden nach Absprache dienstags um 18.30 Uhr im Foyer der Musikschule, Schmeddingstr. 2, statt. Die Teilnahme am Ensemble kostet 18 Euro. Nähere Informationen erhalten Interessierte ab Dienstag, 6. Januar, im Verwaltungsbüro der Musikschule und unter der Telefonnummer 02364 933 444.