Termine

Konzentration, Arbeit und Spaß an sechs Stationen

Geschrieben von Jürgen Chmielek am .

aktionstagAktionstag ‚Sturzprophylaxe‘ des Halterner Judo-Clubs 66 gut angenommen


Gemeinsam mit dem Kreissportbund Recklinghausen hatte der Halterner Judo-Club 66 eingeladen zu seinem zweiten Aktionstag in diesem Jahr und mehr als dreißig überwiegend ältere Halterner Bürger und Bürgerinnen sind diesem Aufruf gefolgt. Der älteste Teilnehmer war siebenundachtzig, eine Teilnehmerin fünfundachtzig. An sechs Stationen konnten die Interessenten lernen, wie sie richtig fallen können ohne sich ernsthaft zu verletzen. Dabei galt es, Handgelenke, Schultern und nicht zuletzt auch den Kopf zu schützen. Dr. Thomas Thies, Oberarzt in der Medizin im Alter, St. Sixtus, wies an Hand von Statistiken auf die Gefahr hin, insbesondere im Alter zu stürzen. „Je älter der Mensch ist, desto größer ist die Gefahr, dass ein Sturz gefährlich bis tödlich sein kann“, so sein Fazit. 

Daher war es den Akteuren auch wichtig, zunächst auf die Ursachen von Stürzen hinzuweisen, wie solche vermieden werden könnten und was man tut, wenn ein Sturz unausweichlich war. Bernd Zöfelt, ehemaliger Arzt aus Sythen: „Um den Alltag sicher gestalten zu können, ist es dabei also nicht nur wichtig, richtig zu fallen, sondern die Gefahren rechtzeitig zu erkennen und körperlich gewappnet zu sein“.

Die Teilnehmer konnten an einigen Stationen lernen, Gleichgewicht zu halten, sicher zu laufen und zu balancieren. Viel Spaß hat es ihnen gemacht, dann doch mal das Fallen auf eine der ausgelegten Matten zu probieren. Je nach körperlicher Fitness und Mut, versuchten sie sich an unterschiedlich dicken Unterlagen.

Den Ernst der Übungen hatten alle verstanden, aber auch der Humor kam nicht zu kurz. Es machte Spaß, sich gegenseitig zu helfen, sich richtig auf die dicke Matte zu setzen, vom Boden aufzustehen oder langsam zu Boden zu gleiten. Die helfenden Hände der Judoka waren aber auch immer in der Nähe, um im Notfall eingreifen zu können.

Dass es anschließend noch Kaffee und Kuchen gab, wurde von allen gerne angenommen. Die Teilnehmer waren des Lobes nicht überdrüssig und erklärten einstimmig, dass diese praktische Übungen für sie unbedingt notwendig waren und sie einiges mit nach Hause nahmen. Zum Schluss wollten einige Teilnehmer dann doch noch wissen, wie es ist, einen Judo-Wurf selbst anwenden zu können. Wer weiß, vielleicht sind das ja die neuen Mitglieder beim Seniorentraining an den kommenden Sonntagen.

Drusushalle, Sonntag von 10.15 Uhr bis ca. 12.00 Uhr

Pedelec und E-Bike - Polizei bietet in Kooperation mit der VHS-Haltern kostenlosen Workshop für Senioren in Haltern am See an

Geschrieben von .Redaktion am .

ebike 2261979 640Bild von fbenedict auf PixabayViele Menschen in den Städten steigen aus Umwelt- bzw. Gesundheitsaspekten auf Zweiräder um. Pedelecs und E-Bikes bieten zudem gerade für ältere Menschen neue Mobilitätsmöglichkeiten. Dies ist ein positiver Trend, der jedoch auch zu mehr Unfällen mit Zweirädern führt. Allein von 2017 auf 2018 stieg die Zahl der verunglückten Pedelec / E-Bike-Nutzer von 47 auf 79. Viele der Betroffenen waren ältere Menschen, für welche die Handhabung und insbesondere höhere Geschwindigkeiten von Elektrofahrrädern gerade in der Anfangsphase oft ungewohnt sind.

Die Sicherheit von Radfahrern steht schon seit Jahren im besonderen Fokus der Verkehrssicherheitsarbeit des Polizeipräsidiums Recklinghausen. Die bestehenden Konzepte sind speziell für ältere Menschen um den Bereich Pedelec / E-Bike - Nutzung erweitert worden. In Kooperation mit der VHS Dülmen - Haltern am See - Havixbeck bieten Fachleute der Polizei kostenlose Workshops an. Am 16.10.2019 findet die "Kick-Off-Veranstaltung" statt, weitere Workshop-Termine folgen 2020.

Im theoretischen Teil des Workshops werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern u. a. die Geschwindigkeitsrisiken mit einem Elektrofahrrad und dessen Unfallfolgen verdeutlicht. Aber auch die Handhabung des Fahrzeuges und die Leistungsfähigkeit von Rad fahrenden Senioren werden unter die Lupe genommen. Der anschließende praktische Teil besteht aus einem Parcours, der alltägliche Verkehrssituationen mit dem Fahrrad nachstellt. Die Teilnehmer durchfahren den Parcours unter Aufsicht und Anleitung von den polizeilichen Verkehrssicherheitsberatern.

"Wer die Kontrolle über sein Fahrrad hat und sein eigenes Leistungsvermögen abschätzen kann, verringert das Risiko im Straßenverkehr zu verunglücken. Der Schwerpunkt unseres Konzeptes liegt deshalb darauf, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die sichere Handhabung des Elektrofahrrades zu vermitteln", sagt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen.

Die Anmeldung für den kostenlosen Workshop erfolgt ausschließlich über die VHS und ist entweder online unter www.vhs-haltern.de oder telefonisch unter 02364 933442 möglich.

Neben dem Workshop am 16.10.2019 16 Uhr, findet am 16.04.2020 ein weiterer Kurs an der VHS in Haltern am See statt. Die maximale Teilnehmerzahl liegt aus organisatorischen Gründen bei 24 Personen. Die Teilnehmer benutzen bei dem Workshop ihre eigenen Fahrräder.

Praktische Sturzprophylaxe

Geschrieben von .Redaktion am .

judoEinige der Akteure sind selbst schon in einem Alter, in dem die Knochen und Gelenke nicht mehr so wollen, wie noch vor Jahren. Die Mitglieder der Gruppe 55+ des Halterner Judo-Club 66 kennen das Problem und arbeiten dagegen an. Der Deutsche Judo Bund hat dazu ein Programm aufgelegt, das den Teilnehmern neben dem Judo auch die Prophylaxe vor ungewohnten Stürzen bieten soll.  Dieses haben nun der Halterner Judo-Club 66 und der Kreissportbund aufgenommen und einen entsprechenden Aktionstag Gesundheit im Sport vorbereitet. Dieter Drees, Mitorganisator des Aktionstags: „Mehr als 4 Millionen Menschen im Jahr stürzen in Deutschland, dabei erleiden mehr als 100.000 einen Oberschenkelhalsbruch oder sonstige Brüche. Aus den Gesprächen mit den Geriatern des Halterner Sixtus-Krankenhaus, Dr. Martin Presch und Dr. Thomas Thies, wissen wir, dass insbesondere ältere Menschen Probleme beim Stürzen haben.“ Bekannt ist auch, dass es die vielen kleinen Stolper- und Rutschstellen im Haushalt sein können, die Teppichkante oder das spiegelglatte Badezimmer. Gerd Neuberth, ebenfalls Teammitglied: „Vermeiden wäre das wichtigere Ziel, doch auch das richtige Fallen und Aufstehen danach, muss gelernt sein“. Gemeinsam mit dem Kreissportbund wollen die Veteranen des hiesigen Judo-Club 66  ihre Kenntnisse und Erfahrungen jetzt gerne an die älteren Menschen in Haltern weitergeben und laden daher zum Aktionstag ’Sturzprophylaxe‘ ein: Sonntag, 15.09.2019 von 10.00 Uhr bis ca. 14.00 Uhr, Turnhalle Drususstraße Haltern am See, Drususstraße 2. Dabei sollen Praktische Übungen zur Gleichgewichtsfindung, der Reaktionsfähigkeit, Beweglichkeit und Muskelstärke im Vordergrund stehen. Vor Ort begleitet wird der Aktionstag von den Ärzten Dr. Thomas Thies und Bernd Zöfelt. Mitmachen ist sicher sinnvoll aber keine Pflicht. Petra Völker vom Kreissportbund: „Ich danke den Halterner Judoka für das Angebot an die älteren Menschen in Haltern und hoffe, dass viele Menschen daran teilnehmen werden“!

Bild: Die Judo-Veteranen des HJC beim Test der Stationen für das richtige Hinfallen

Die Schwächsten stärken - Kinder auf Schulweg besonders gefährdet

Geschrieben von .Polizeipräsidium Recklinghausen am .

bike 1629075 640Bild von Markus Spiske auf PixabayFür 6.350 Kinder im Kreis Recklinghausen und in der Stadt Bottrop beginnt ab dem 28. August mit der Einschulung der Ernst des Lebens. Eine große Veränderung bringt das neue Schuljahr nicht nur für die künftigen I-Männchen mit. Eine neue Stufe in ihrer Schullaufbahn erklimmen rund 6.400 Kinder, die von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule wechseln.

Doch dazu ist es nötig, sicher anzukommen. Auf dem Schulweg müssen Schülerinnen und Schüler im Straßenverkehr viele Herausforderungen meistern. Um das zu gewährleisten, begleitet die Polizei mit vielfältigen Maßnahmen die Schulbeginner und -wechsler. Kinder gehören zu den schwächsten Teilnehmern im Straßenverkehr. Ihnen fällt es oft schwer, Verkehrssituationen richtig einzuschätzen.

Ein weiteres Risiko: Andere Verkehrsteilnehmer beachten die Schülerinnen und Schüler nicht immer entsprechend. Zahlen aus dem vergangenen Schuljahr zeigen, dass die Schulwegsicherung der Polizei Recklinghausen wichtig ist. 2018 gab es vier verletzte Schulwegunfälle weniger als im Vorjahr. Die Zahl sank von 57 auf 53. Insgesamt verunglückten 266 Kinder auf den Straßen des Zuständigkeitsbereiches des Polizeipräsidiums. Jedes verunglückte Kind ist eines zu viel. Vor diesem Hintergrund führt die Polizei Recklinghausen auch in diesem Jahr gezielte Schulwegsicherung im Bereich der Schulen in den Städten des Kreises Recklinghausen und in Bottrop durch.

Von Mittwoch, 28. August bis zum Freitag, 13. September, überwachen die Beamten nicht nur Schulwege. Sie geben Schülerinnen und Schülern sowie ihren Eltern Tipps, wie sie die Schule sicher erreichen können. Die Polizei überprüft auch die Verkehrssicherheit der Fahrräder. In den nachfolgenden Wochen ahnden die eingesetzten Beamten erkannte Verkehrsverstöße, um auch "Uneinsichtige" zur Änderung ihrer Verhaltensweise zu bewegen.

Da Eltern ihre Lieblinge auch im Auto zur Schule bringen, kontrollieren die Beamten im Rahmen der Schulwegsicherung ebenfalls die Gurtanlegepflicht und die Nutzung der Kindersitze. Eine weitere Maßnahme, wie Eltern ihre Kinder unterstützen können, ist das Planen eines "sicheren Schulwegs" und die Ausstattung mit passender Kleidung. Mit Blick auf die dunklen Jahreszeiten sollen Kinder helle Kleidung mit lichtreflektierenden Applikationen oder Aufnähern tragen.

Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, auf Schulkinder Rücksicht zu nehmen. Insbesondere in Bereichen der Schulen wird die Polizei verstärkt die Geschwindigkeiten überprüfen.

Allen Schülerinnen und Schülern wünscht die Polizei Recklinghausen einen guten Start ins neue Schuljahr und hofft auf so wenig wie möglich gefährliche Situationen auf dem Schulweg im kommenden Schuljahr.

Mehr Sicherheit beim Online-Banking

Geschrieben von Heise-Gruppe am .

online banking 3559760 640Bild von Tumisu auf Pixabay In wenigen Wochen ändern sich im gesamten EU-Raum die Sicherheitsverfahren für das Online-Banking. Ab dem 14. September schaffen die Banken nicht nur die TAN-Liste auf Papier ab, viele legen auch die mTAN ad acta. Da auf den Websites der Banken oftmals klare Aussagen zu den künftig praktizierten Verfahren fehlen, kommt man um gezielte Informationssuche nicht herum. Das schreibt Europas größtes IT- und Techmagazin c’t in Ausgabe 18/19.

Die Zweite Europäische Zahlungsdiensterichtlinie, kurz PSD2, verpflichtet Banken und Kunden grundsätzlich zu einer starken Kundenauthentifizierung (SCA). Gemeint ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung mit einer Erweiterung: Die beiden Faktoren müssen aus zweien der drei Kategorien Wissen (PIN oder Passwort), Besitz (Bankkarte oder Mobiltelefon) und Inhärenz (biologische Merkmale) stammen. Ab dem 14. September müssen Kunden schon beim Log-in ins Banking eine TAN eingeben oder sich per zweitem Faktor identifizieren.

Die PSD2 stellt Mindestanforderungen an die Sicherheit von TAN-Verfahren. Für das Verbot der iTAN – einer TAN-Liste auf Papier – war mitentscheidend, dass sie dem Kunden vor der Überweisungsauflösung nicht gemeinsam mit der Empfänger-IBAN und dem Betrag angezeigt wird. So eine vom ersten Faktor unabhängige Kontrollmöglichkeit ist jedoch Pflicht. c’t-Redakteur Markus Montz erklärt: „Da die umstrittene, per SMS verschickte mTAN diese Anforderungen erfüllt, bleibt sie grundsätzlich erlaubt.“ Aufgrund von Kostenargumenten nutzen trotzdem viele Banken die Chance, um sich von dem Verfahren zu trennen.

Die kommenden Änderungen sollen nicht nur die Sicherheit, steigern, sondern könnten das Banking mit einer besseren Benutzerführung sogar komfortabler machen. Überweisungen von Beträgen unter 30 Euro sollen bei vielen Banken und Sparkassen in Zukunft ohne TAN-Verfahren funktionieren. Wenn die letzte Kontostandsabfrage maximal 90 Tage zurückliegt, dann kann auch sie ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung erfolgen. Genauso wie Überweisungen an Empfänger, die auf einer selbst erstellten IBAN-Whitelist stehen, oder an ein Zielkonto, das dem Kunden selbst gehört und bei derselben Bank geführt wird.

Ob eine Bank oder Sparkasse das mTAN Verfahren weiter anbietet und ob sie Gebrauch von den verschiedenen Ausnahmen macht, entscheidet sie letztendlich selbst. „Daher kommt man nicht umhin, sich direkt bei seinem Geldinstitut über die Änderungen zu informieren“, erklärt Montz.