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Senioren wurden am Fahrkartenautomaten geschult

Geschrieben von Klaus Büttner am .

fahrkartenautomat schulungBahnfahren war früher für die jetzigen Senioren einfach und problemlos. Wer mit der "Bundesbahn" verreisen wollte ging zum Fahrkartenschalter im Bahnhof und äußerte sein Reiseziel. Die einzige Gegenfrage von dem Beamten, der die Fahrkarten verkaufte, war: "Einfach, oder zurück?" Der Beamte drehte sich um zu einer riesigen Maschine in die er einige Einstellungen vollzog, ein Stück Pappe irgendwo einlegte, einen Hebel zog und die Fahrkarte in der Hand hielt. Er drehte sich wieder zu dem Bahnkunden und schon wurde die kleine Pappkarte, nachdem der zu zahlende Geldbetrag in die Öffnung der Theke gelegt war, durch eine Drehbewegung des Beamten, die Karte durch diese Öffnung dem Bahnkunden übergeben.fahrkarte old2 Das wars. Das was dort damals an dem Schalten passierte findet heute in diesen, für ältere Menschen, furchteinflößenden Fahrkartenautomaten statt. Damals als diese Automaten neu aufgestellt wurden, standen zur Einführung Bahnmitarbeiter an den Geräten und zeigten wie es ging. Dann wurden sie abgezogen und für die Ältern ging ab da nichts mehr. Was bleib, war fremde Hilfe oder der Gang zum Fahrkartenschalter, der sich heute "Reisecenter" nennt und kauft sich dort eine Fahrkarte mit einem Aufschlag von 2 Euro. Von diesen Reisecenter gibt es immerhin noch 400 in Deutschland deren Daseinsberechtigungen abhängig vom Umsatz sind. In Haltern schein dieser Umsatz noch zu stimmen, der aber wohl nach dieser vom Seniorenbeirat der Stadt Haltern am See angebotenen Fahrkartenautomatenschulung wohl rückläufig sein wird. Zumindest werden die 24 Senioren ihre Fahrkarte demnächst ohne Angst am Automaten kaufen können. Die Angst nehmen, das war das Ziel welches auch Herr Knaup von der Bahn AG vermittelte. Die Teilnehmer der 4 Gruppen waren begeistert, denn es wurden auch viele Fragen von Herrn Knaup beantwortet. Anschließend wurden die "Schülerinnen und Schüler" noch mit Informationmaterial versorgt. Auch gibt es auf der Webseite der DB ein Video zur Bedienung des Automaten. Am Rande wurde auch auf die Möglichkeit des Fahrkartenkaufs per Computer und Smartphon hingewiesen, wohlweißlich zu wissen das gerade die ältere Generation sich noch schwer tut einen Computer zu haben und zu benutzen. Weitere Bilder in der Galerie

Freifunk in Ibbenbüren. Und in Haltern?

Geschrieben von Klaus Büttner am .

freifung routerEs wurde in Haltern am See schon über die Initiative diskutiert, WLan, d.h. freien Zugang zum Internet, in der Stadt anszubieten. Es wurde auch die Freifunkinitiative in dieser Diskussion erwähnt, aber es scheint bisher auf diesem Gebiet noch zu keinem Ergebnis gekommen zu sein. Gerade als Touristenstadt, wäre dieses Angebot noch ein Highlight mehr und es kostet der Stadt keinen Euro, außer sie würde in Rathausnähe einen Router plazieren, Kostenpunkt 20 Euro. Ibbenbüren macht es vor. Dort sind mittlerweile über 60 Router installiert, die es ermöglichen in der Innenstadt kostenlos die Angebote des Internets zu Nutzen. Gesteuert wurde dies von der Freifunkorganisation in Verbindung mit dem Stadtmarketing und der Ibbenbürener Geschäftswelt. Es ist schon so das die Geschäftsleute es als Auszeichnung publizieren ihren Kunden den Ibbenbürener diese Möglichkeit zur Verfügung zu stellen. Mit entsprechenden Hinweisschildern in Schaufenstern und auf Plätzen wirbt die Stadt mit diesem Angebot. Hier die Webseite der Ibbenbürener Initiative und die Webseite der Stadt Ibbenbüren.

Alter belebt das Quartier – verantwortlich und gemeinsam.

Geschrieben von Redaktion am .

wohnen im alterDie Landesseniorenvertretung NRW richtet für ihre mehr als 160 Mitglieder (Seniorenvertretungen auf Gemeinde- und Kreisebene) jährlich Seminare zur Unterstützung der Arbeit vor Ort aus. Das Schwerpunktthema für das Jahr 2015 lautet: ‚Alter belebt das Quartier – verantwortlich und gemeinsam‘.

Der Vorstand der Landesseniorenvertretung NRW, vertreten durch Gabi Schnell (Vorsitzende), Hilde Jaekel, Birgit Povel und Otto K. Rohde (zugleich 2. Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Haltern am See), freute sich über die zahlreich im Rathaus der Stadt Bocholt erschienen Gäste aus dem Bereich des Regierungsbezirks Münster. Povel und Rohde moderierten das Seminar.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Jürgen Chmielek, Hans Kirschbaum und Norbert Hoffmann vom hiesigen Seniorenbeirat, hörten zunächst ein Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Bocholt, Peter Nebelo, der die Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit der Politik mit Seniorenvertretungen betonte und die Partizipation (auch) der älteren Menschen an politischen Entscheidungsprozessen als Grundlage einer erfolgreichen Quartiersarbeit hervorhob.

Nach einem Impulsreferat, mit dem Brunni Beth vom Landesbüro innovative Wohnformen. NRW sehr fachkundig in das breit gefächerte Themenfeld einführte, hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Arbeitsgruppen Gelegenheit, Ihre Erfahrungen in Sachen senioren- bzw. generationengerechter Quartiersentwicklung auszutauschen und Überlegungen für die vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung immer dringender werdenden Handlungserfordernisse zu formulieren.

Vor dem Hintergrund der zu erwartenden demografischen Entwicklung in Deutschland und Nordrhein-Westfalen ist es mit Blick auf unsere gemeinsame Verantwortung für die in unserer Stadt lebenden Menschen und auch für kommende Generationen wichtig, gemeinsam mit Politik, Verwaltung und weiteren gesellschaftlichen Akteuren die Quartiere (Stadtviertel) unserer Stadt zu analysieren und auf der Basis festgestellter Bedarfe zukunftsorientiert weiter zu entwickeln. Das besuchte Seminar hat hierzu die notwendigen Grundlagen geschaffen.

Kommentar:
Das miteinander Leben im Quartier war auch das Schwerpunktthema der Zeitung der Landesseniorenvertretung NRW. Auch gerade dieses Thema ist zur Zeit ein Aktuelles auch in Haltern am See mit den verschiedensten Projekten über das Zusammenleben mit Jung und Alt. Alte Menschen gehören nicht an den Stadtrand, sie gehören in die Mitte des pulsierenden Lebens.
Wer sich für diese Ausgabe der Zeitung interessiert hier der Link.

Erwerbstätigkeit älterer Menschen nimmt zu

Geschrieben von Redaktion am .

roderich egeler praesident st bundesamt 436Im Jahr 2014 gingen in Deutschland 14% der 65-bis 69-Jährigen einer Erwerbstätigkeit nach. 2005 waren es noch 6% gewesen. „Die Erwerbstätigenquote älterer Menschen hat sich in kurzer Zeit mehr als verdoppelt“, sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), auf der Pressekonferenz am 29. Juli 2015 „Die Generation 65+ in Deutschland“. Mit zunehmendem Alter gewinnt außerdem die Selbstständigkeit als Erwerbsform an Bedeutung. Rund 39% der 65-bis 69-jährigen Erwerbstätigen waren 2014 selbstständig oder mithelfende Familienangehörige. Bei den 60-bis 64-jährigen Erwerbstätigen lag der Anteil lediglich bei 16%. Auch in anderen Lebensbereichen sind ältere Menschen heute sehr viel aktiver als noch vor wenigen Jahren. So nutzten im Jahr 2014 bereits 57% der Seniorinnen und Senioren einen Computer. Seit 2010 ist dieser Anteil um 8 Prozentpunkte gestiegen. Der Anteil der Internetnutzerinnen und -nutzer an den Personen ab 65 Jahre hat sich im selben Zeitraum von 35% auf 45% erhöht. Rund 42% der Gasthörerinnen und Gasthörer an deutschen Hochschulen waren im Wintersemester 2014/2015 mindestens 65 Jahre alt. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch 31% betragen. Roderich Egeler ging auf eine Reihe weiterer Themen ein, die die Situation der Generation 65+in Deutschland aus Sicht der Statistik beschreiben:

•In Deutschland gab es Ende 2013 rund 17 Millionen Menschen ab 65 Jahre. Bis zum Jahr 2060 wird sich ihr Anteil von 21% auf voraussichtlich 33% erhöhen.

•Jede vierte ältere Frau in einer Paargemeinschaft finanzierte ihrenüberwiegenden Lebensunterhalt durch die Einkünfte von Angehörigen (in der Regel ihres Ehe-oder Lebenspartners).

•Zum Jahresende 2013 bezogen knapp 500 000 Personen ab 65 Jahre Grundsicherung. Das waren fast doppelt so viele wie vor zehn Jahren.

•Ältere Menschen sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Der Anteil der Seniorinnen und Senioren an den Verkehrstoten ist von 16% im Jahr 1994 auf 29% im Jahr 2014 gestiegen.

•Der Anteil der Seniorinnen und Senioren an allen Behandlungsfällen im Krankenhaus stieg in den letzten zehn Jahren von 38,5% auf 43,2%.

•2,2 Millionen Personen ab 65 Jahre waren zum Jahresende 2013 pflegebedürftig. Zwei Drittel von ihnen wurden zu Hause versorgt.

Angeblicher Polizeibeamter ruft an - Schmuck entwendet

am .

falscher anrufHaltern am See (ots) - Echte Polizisten machen so etwas nicht! Am Donnerstag, gegen 20.00 Uhr, erhielt eine 81-jährige Halternerin in den Abendstunden einen Anruf von einem vermeintlichen Polizeibeamten. Dieser überzeugte die Seniorin durch geschickte Gesprächsführung, dass er Polizist sei und Ermittlungen hinsichtlich einer rumänische Diebesbande durchführen würde. In dem Telefonat warnte er sie, dass ihr Schmuck zu Hause nicht sicher sei und überredete die Seniorin, ihren hochwertigen Schmuck an einen Kollegen zu übergeben. Dieser würde den Schmuck sicher für die Seniorin aufbewahren. Als der Abholer kam, war die Halternerin überzeugt, dass es sich um einen echten Polizisten handeln würde und gab ihm den Schmuck. Später kamen ihr Zweifel und sie verständigte die Polizei. Der Abholer wird wie folgt beschrieben: 20 bis 30 Jahre alte, 165 bis 170 cm groß, schlank, kurze, schwarze Haare, bekleidet mit einem hellen Sweatshirt, einer hellen Jeans mit der Aufschrift "Tyson" am Gesäß und hellen Turnschuhen, südländisches Aussehen.

Zeugen, die Angaben zu dem Abholer machen können oder ihn im Bereich Haltern gesehen haben, werden gebeten, sich mit dem zuständigen Kommissariat unter 02361/55-0 in Verbindung zu setzen.

Die Polizei rät, vor allem mit älteren Familienmitgliedern über die unterschiedlichen Maschen zu sprechen und sie davor zu warnen. Nur so werden die Tricks der Betrüger bekannt und können entlarvt werden. Je mehr darüber geredet wird, desto präsenter ist das Thema bei Senioren, Familienmitgliedern und Bekannten. Echte Polizisten haben kein Problem damit, wenn Sie (selbst) über 110 die Kollegen anfordern und einen angeblichen Einsatz überprüfen lassen! Echte Polizisten holen nicht den Schmuck zur Aufbewahrung ab.