Zwischen Römern, Kläranlagen und Deichbauten

Geschrieben von Stadt Haltern am See am .

LIPPEAUSSTELLUNGMehr als eine Million Menschen haben täglich Kontakt zum Lippeverband – spätestens dann, wenn sie die WC-Spülung drücken. Doch das ist den wenigsten bewusst“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Wasserverbandes. Ein Grund, warum er am Dienstag gemeinsam mit Bürgermeister Bodo Klimpel in den Räumen der Sparkasse eine Wanderausstellung zu der Geschichte und den Aufgaben des Lippeverbandes eröffnete. „Die sondergesetzlichen Wasserverbände nehmen eine unverzichtbare Aufgabe der Daseinsvorsorge wahr. Ich freue mich, dass wir hier in Haltern am See als erste Stadt im Verbandsgebiet die Ausstellung zeigen können“, sagt Bodo Klimpel, der zugleich Vorsitzender des Lippeverbandsrates ist. Gleichzeitig bedankte er sich auch bei den Vorstandsmitgliedern der Sparkasse, Helmut Kanter und Jutta Kuhn. Die Lippe als längster Fluss in NRW hat eine bewegte Geschichte: Die Römer nutzten sie als Handelsstraße, Industrie und Bergbau als Kühlwasser- und Energielieferant. Um die Lippe nutzbar zu machen, begradigte man den Fluss und befestigte sein Ufer mit Steinen. Der Lippeverband kümmert sich heute als öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen um die Renaturierung, Abwasserreinigung, den Hochwasserschutz und die Gewässerunterhaltung. Eine Wanderausstellung, die in den nächsten Monaten durch die Mitgliedskommunen des Wasserverbands tourt, erzählt mit großformatigen und eindrucksvollen Fotos diese Geschichte. „Die kompakte und übersichtliche Ausstellung thematisiert neben den Rubriken Technik und Umwelt auch das Engagement unseres Lippeverbandes in den Bereichen Bildung und Gesellschaft“, sagt Uli Paetzel. Ihren festen Platz in der Ausstellung haben unter anderem das Deichsanierungsprojekt „HaLiMa“ sowie Hintergrundinformationen zu den 54 Kläranlagen des Verbandes. Die Ausstellung widmet sich darüber hinaus den wissenschaftlichen Forschungen zur Rolle des Verbandes während des Nationalsozialismus: „Zu unserem Selbstverständnis gehört ein klares Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Die Aufarbeitung dieser Zeit war daher dringend geboten“, sagt Uli Paetzel dazu. Bis zum 5. Februar kann die Ausstellung in der Sparkasse, Koeppstraße 2, während folgender Öffnungszeiten besucht werden:

Montag 09:00-12:30, 14:00-16:00 Uhr
Dienstag 09:00-12:30, 14:00-16:00 Uhr
Mittwoch 09:00-12:30 Uhr
Donnerstag 09:00-12:30, 14:00-18:00 Uhr
Freitag 09:00-12:30, 14:00-16:00 Uhr

Danach wandert die Ausstellung durch zahlreiche Städte des Lippeverbandsgebietes.